Wiking-Sternfahrt
Mit Beginn der 60er Jahre veranstaltete der Berliner Regatta-Verein Sternfahrten, um mit einem attraktiven Fahrtenprogramm den Wanderruderern ein Ausgleich
zur eingeengten Lage West-Berlins zu bieten. Da die RG Wiking am weitesten „ab vom Schuss" lag, war es zu Mauerzeiten etwas Besonderes, über viele Kilometer
und drei Schleusen nach Britz aufzubrechen. Nach der ersten Sternfahrt zum Wiking im Jahre 1962 mit 17 Booten aus 13 Vereinen vergrößerte sich die Veranstaltung
ständig. Allherbstlich nehmen seit Jahren bis zu 120 Boote aus über 50 Vereinen den Weg zum neuen Wiking-Bootshaus auf sich, welches sich seit dem Jahr 2000 auf
der dem alten Standort gegenüber liegenden Seite befindet.
Füllte sich anfangs nur die Wiese hinter dem Bootshaus mit Booten, folgte alsbald der Bootsplatz, später
der Parkplatz vor dem Haus und seit 1986 sogar das Gelände der benachbarten Stadtreinigung. Auch die Innenräume wurden schnell zu eng, und so räumen die Wikinger
seither jedes Jahr die Bootshallen aus, um ihren Gästen aus mittlerweile ganz Europa genügend Platz zu bieten. Erst seit 1990 ist die RG Wiking wirklich auch Sternpunkt,
weil sie als bis dato östlichster Ruderverein im DRV endlich aus allen Himmelsrichtungen angesteuert werden konnte. Heute findet die Wiking-Sternfahrt eingebettet in das
Neuköllner Ruderfestival statt, zu dem die Wikinger neben ihrer Sternfahrt auch die wiedererweckte, nunmehr internationale Langstreckenregatta um den Silbernen Riemen ausrichtet.