Das Festival

Achter beim Preissprint Neuköllner Ruderfestival – das heißt Leistungs- und Breitensport im Süden Berlins. Mit der Verknüpfung der verschiedenen Disziplinen des Rudersports setzt die ausrichtende Rudergesellschaft Wiking Berlin seit nunmehr fünf Jahren ein innovatives Veranstaltungskonzept in die Praxis um, dass deutschlandweit seinesgleichen sucht. Während die Achter der Herren und die Doppelvierer der Damen auf der 6.300 Meter langen Strecke vom Treptower Park zum Britzer Hafen einschließlich eines Zwischensprints über 250 Meter um die begehrte Trophäe der „Silbernen Riemen von Berlin“ kämpfen, bildet das Bootshaus der „Wikinger“ am Ufer des Teltowkanals den Mittelpunkt der traditionellen Sternfahrt, die seit nunmehr über 40 Jahren die große Gemeinde der Wanderruderinnen und -ruderer nach Berlin- Neukölln zieht. Eine Kinder- und Jugendregatta, das Rennen der Handicap-Ruderer und die spannenden Sprintduelle der schnellsten Achter- und Vierermannschaften des Zwischensprints direkt vor dem Bootshaus runden das vielfältige Sportprogramm des Festivals ab. Bereits am Freitagabend laden wir Förderer und Mannschaftsrepräsentanten zu einem unvergesslichen Blick auf das nächtliche Berlin während unseres Empfanges in den Treptowers ein. Am Samstag besteht dann die Möglichkeit, das Rennen um die Silbernen Riemen hautnah vom Dampfer auf der Strecke mitzuverfolgen. Schließlich lassen Live-Musik, Tanz und Geselligkeit bis spät in die Nacht die Veranstaltung für die über 1.500 Teilnehmer, Gäste und Freunde des Rudersports Jahr für Jahr zu einem unvergesslichen Erlebnis werden.

Tradition

Mit dem Rennen um die „Silbernen Riemen von Berlin“ knüpfen die „Wikinger“ an eine über hundertjährige Berliner Regattatradition an. Im Jahr 1893 stellten sich die Vierer des Union-Ruder- Clubs – der direkte Vorläufer der RG Wiking – und des Köpenicker Ruder-Clubs dem Starter auf der Spree, um über zehn Kilometer im direkten Zweikampf den Gewinner der „Silbernen Riemen“ zu ermitteln. Von 1919 bis 1939 wurde der Wettkampf dann im Zweier ausgefahren, bevor das Rennen in Folge des zweiten Weltkriegs in Vergessenheit geriet. Seit nunmehr fünf Jahren zählen die „Silbernen Riemen“ wieder zu den „Prestigeregatten Berlins“, wie die Fachzeitschrift „Rudersport“ jüngst titelte. Gleichzeitig genießt die Sternfahrt bei vielen Rudervereinen bundesweit bis heute eine Art „Kultstatus“, lag die RG Wiking zu Zeiten des Kalten Krieges doch ‚weit ab vom Schuss“ am östlichsten Rand des Westteils der Stadt. Damals wie heute war es daher immer etwas besonderes, quer durch die Kanäle und Schleusen der Innenstadt nach Neukölln zu rudern. Unvergessen bleibt die erste gesamtdeutsche Sternfahrt im Jahr 1990, als fast 1.000 Ruderinnen und Ruderer aus Ost und West gemeinsam im Schatten der verfallenden Grenzanlagen die Wiedervereinigung feierten.